Museumspädagogisches Programm

Primarstufe

1. "Museum zum Kennenlernen - Ein museumspädagogisches Programm für Erstklässler"

Nach einer kurzen Einführung über Funktion und Aufgabe eines Museums erhalten die Kinder beim Rundgang einen ersten Überblick über Räum- lichkeiten und Ausstellungsstücke und lernen die Museumsmaus kennen. Anschließend malen sie in der Westfälischen Stube das für sie schönste Museumsobjekt und stellen die Zeichnungen dann zu einer Collage zusam- men. Diese dürfen sie in ihre Schule mitnehmen - ein Film oder das Spiel "Such die Maus" zum selbständigen Erkunden des Museums steht am Ab- schluss dieses Programms.

2. "Leben und Arbeiten - früher und heute"

Dieses Programm ist für das zweite und dritte Schuljahr konzipiert. Nach der Vorführung des Films "Bauer und Müller zu Großvaters Zeit" findet ein vertiefendes Gespräch im Landwirtschaftsraum anhand von bäuerlichen Originalgerätschaften statt. Danach werden die Objekte in der Schuster- werkstatt erläutert und der Film "Schuhe - Herstellung früher und jetzt" ge- zeigt. Zum Abschluss sollen die Kinder ein kleines "Bauern-Kreuzwort- rätsel" selbständig lösen.

3. "Werne - eine mittelalterliche Stadt"

Dieses Programm ist für das dritte oder vierte Grundschuljahr gedacht. Nach einem Film und einem vertiefenden Gespräch am historischen Stadtmodell im Mittelalterraum des Museums findet ein Rundgang um Kirche, Rathaus und Kloster statt. Anschließend basteln die Schüler eine mittelalterliche Stadt aus Pappe und Papier, die sie mit in ihre Klasse nehmen dürfen, oder ein eigenes Stadtsiegel aus Ton.

4. "Schule anno dazumal"

Dieses Programm ist ebenfalls für die dritten bis fünften Schuljahre gedacht und dauert ca. 1 ½ Stunden. Nach einer Einführung und einem Film wird anhand einer alten Schulbank das "richtige" Sitzen und das Schreiben mit Griffel und Schiefertafel demonstriert - auch der Rohrstock darf nicht fehlen. Anschließend können alle Schüler in der Westfälischen Stube mit richtigen Gänsefedern und Tusche die sog. "deutsche Schrift" üben.

Sekundarstufe

5. "Steinzeit"

Nach einem einführenden Film werden im Kellergeschoss Originale und Replikate aus der Frühgeschichte der Menschheit, wie Faustkeil, Steinbeil und Steinhammer, vorgeführt. Danach kann ein Gefäss aus Ton geformt und später gebrannt werden.

6. "Werne im Mittelalter - Die Entwicklung zur Stadt"

Ähnlich wie das Programm “Werne - eine mittelalterliche Stadt” konzipiert, allerdings für die weiterführenden Schulen. Bei einer Führung im Mittelalter- raum des Museums erfahren die Schüler anhand von Exponaten und Archi- valien etwas über die Entstehung und Entwicklung Wernes. Zur Vertiefung werden anschließend die vorgetragenen Informationen durch die Schüler nachgearbeitet. “Eine Stadt im Mittelalter” heißt dann der Film zum Abschluss, der das Leben der damaligen Zeit veranschaulicht. Falls noch Zeit zur Verfü- gung steht, kann ein Stadtsiegel erstellt werden.

7. "Juden in Werne"

Für die vierten bis achten Schuljahre eignet sich, vor allem in November (Gedenken an die Pogromnacht), dieses museumspäda- gogische Programm. Ausgehend vom Stadtmodell im Mittelalterraum führt ein etwa einstündiger Rundgang zum ehe- maligen Synagogenstandort neben dem Rathaus, zur Gedenktafel am Markt, zu zwei ehemaligen jüdischen Wohn- und Geschäftshäusern und schließlich zum Judenfriedhof an der früheren Stadtmauer.

Alle diese Programme für die Schulen dauern ca. 1 ½ bis 2 ½ Stunden und müssen ungefähr zwei bis drei Wochen vorher im Museum angemeldet werden. Bis auf einen geringen Unkostenanteil für die Bastelmaterialien sind diese Museumsbesuche kostenfrei.

Auch für Vorschulkinder im Kindergarten werden einstündige Programme angeboten, wobei entweder die "Vor- und Frühgeschichte", das "Mittelalter" oder "Leben wie vor 100 Jahren" im Mittelpunkt stehen.